Selbstbehauptung und Selbstverteidigung

Konzentriert lauschen die Hersbrucker Grundschüler der 1.Klassen der Kampfsportlerin Maria Weiß. Seit 27 Jahren betreibt sie Karate, doch an diesem Morgen ist sie aus einem anderen Grund da: Sie bespricht das Thema „Selbstverteidigung und Selbstbehauptung“.

Weiß stellt den Mädchen und Jungen viele Fragen: Was ist eigentlich Gewalt? Versteht man darunter nur Schlagen oder auch Beschimpfen? Wer tut einem Gewalt an? Die Kinder sind sich einig: Gewalt hat viele Gesichter – doch diese auch zu erkennen, ist schwierig. Weiß rät: „Ich muss aufmerksam sein, um Gewalt zu erkennen. Und ich muss merken, wann ich selbst in Gefahr schwebe.“

Aber was kann man nun tun, wenn andere Kinder gemein sind? „Einfach ignorieren“, so Weiß. Aber sie hat auch ein paar Tricks, die sie den Kindern zeigt, um sich aus schwierigen Situationen zu befreien. „Schocken – Faust greifen – drehen – wegschieben“, bläut sie die Kurzfassung eines Befreiungstricks ein. Was aber tun, wenn Erwachsene einen ansprechen? „Prinzipiell müssen Kinder Erwachsenen nicht helfen – die wissen eigentlich ganz genau, wen sie anrufen können“, sagt Weiß.

Sollte ein Erwachsener ein Kind gegen seinen Willen festhalten, so darf es fest zubeißen, erklärt sie den Erstklässlern. Und ihr wichtigstes Mittel sollten die Schüler immer einsetzen: ihre Stimme. Entweder um laut „Stopp! Geh weg!“ oder um „Feuer“ zu rufen, denn dann würden die meisten aufmerksam. Nach zwei Schulstunden ist der Crash-Kurs in Selbstverteidigung vorbei und die Schüler dürfen ihre Kräfte an einem Karate-Brett testen.

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